Einfluss künstlicher Strahlung auf Lebewesen

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MHz-Bereich

Die Wahl der Frequenzen für die Anwendung elektromagnetischer Signale beruht oft auf geschichtlichen Entwicklungen, die nicht direkt mit der erwarteten biophysikalischen Wirkung der Signale zu tun haben. So gibt es einen Therapiebereich der als Diathermie bekannt ist, wobei Körpergewebe mittels elektromagnetischer Wellen aufgewärmt wird. Ein Ziel dabei ist u.a. eine bessere Durchblutung. Die Diathermie wird auch bei Krebs eingesetzt, weil man herausgefunden hat, das Tumorgewebe schlechter imstande ist, erhöhte Temperaturen zu ertragen als gesundes Gewebe.

Weil die Strahlung im MHz-Bereich eine sehr große Eindringtiefe hat, ist die Diathermie besser als Infrarotlicht geeignet, eine Wärmeentwicklung in der Tiefe erzeugen. Diathermie-Geräte erzeugen eine kräftige Abstrahlung der Antenne von vielen hundert bis über tausend Watt, die sich auch in der Umgebung bemerkbar macht. Sie dürfen deshalb nur in bestimmten Frequenzbändern operieren, welche als ISM-Bänder (Industrial, Scientific and Medical Band) bekannt sind. Für Diathermie sind u.a. ganz schmale Frequenzbereiche um die Mittelfrequenzen 13,56 MHz, 27,12 MHz und 40,68 MHz zugelassen. Dabei werden 27,12 MHz am meisten eingesetzt. Diathermie-Geräte waren schon vor dem 2. Weltkrieg bekannt.

Aus den Diathermie-Geräten wurde in den 50er Jahren eine viel schwächere Version für nicht-thermische Anwendungen entwickelt. Hierbei geht es also nicht um die thermische Kraft, sondern um die informative Wirkung. Weil die Technik nun mal vorhanden war, wurden diese Geräte ebenfalls bei 27,12 MHz betrieben. Diese war eine für nicht-thermische Geräte eher willkürliche Wahl, da diese durch die schwache Abstrahlung im Prinzip bei jeder Frequenz betrieben werden dürfen. Durch Variation der Intensität und die Aufprägung unterschiedlicher Modulationen sind trotzdem experimentelle Parameter vorhanden, um die therapeutische Wirkung des 27,12 MHz Signals zu optimieren. Solche Geräte werden u.a. für die Wundheilung eingesetzt.

GHz-Bereich

In Russland und der Ukraine wurden etwa ab 1970 therapeutische Anwendungen im Bereich der Millimeterwellen entwickelt. Dies ist der Wellenbereich mit Wellenlängen zwischen 1 und 10 mm und entspricht Frequenzen zwischen 30 und 300 GHz. Die Anwendungen sind anscheinend sehr erfolgreich geworden und haben es dort auch zur offiziellen Anerkennung gebracht. In einigen Übersichtsberichten wird sogar von einer Zahl von über eintausend Kliniken und Krankenhäusern berichtet, in denen mit dieser Therapieform gearbeitet wird.

Die Zahl der auf Englisch zur Verfügung stehenden Veröffentlichungen ist leider sehr gering. Das Interesse an dieser Therapieform ist in den westlichen Staaten entsprechend gering geblieben. 
Dazu kommt, dass die Russen von einer sehr großen Zahl (bis zu 60) unterschiedlicher Indikationen sprechen, die alle mit dem gleichen Signal oder mit nur geringfügigen Variationen davon erfolgreich therapiert werden können. Dies ist für westliche Wissenschaftler eher unglaubwürdig, weil sie meinen, dass jede Krankheit auf einer anderen biophysikalischen Störung beruht, die auf eigene spezifische Art behandelt werden muss. Die Grundidee, dass Disbalancen, Mangelzustände und Belastungen sich in sehr unterschiedlichen körperlichen Phänomenen äußern können, ist in der westlichen Medizin nicht weit verbreitet. 
Die Osteuropäischen Forscher erklären diese vielfältige Anwendbarkeit mit einer generell ausgleichenden Wirkung auf die Körperprozesse und einer stimulierenden Wirkung auf das Immunsystem, wodurch der Patient selber besser imstande ist, die Krankheit zu besiegen. In anderen Worten, es sieht danach aus, dass die Wirkung auf Unterstützung der Selbstheilungskräfte beruht. Dies ist ein Konzept, das wir in die VitalfeldTechnologie aufgenommen haben, das aber in der universitären Medizin gegenwärtig einen geringen Stellenwert hat.


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Referenzen

ÜbersichtsArtikel

Ramundo-Orlando, A.
Effects of Millimeter Waves Radiation On Cell Membrane – A Brief Review
J Infrared Milli TeraHz Waves 31, 2010, p. 1400-1411.

Kositsky et al.
Influence of High-frequency Electromagnetic Radiation at Non-thermal Intensities on the Human Body
No Place To Hide - Newsletter of the Cellular Phone Taskforce Inc., Vol 3, No. 1 – Supplement, Feb 2001

Pakhomov et al.
Low-Intensity Millimeter Waves as a Novel Therapeutic Modality
IEEE Transactions On Plasma Science, Vol. 28, NO. 1, 2000

Rojavin et al.
Medical application of millimetre waves
Q J Med 1998; 91:57–66

O.V. Betskii and N.N. Lebedeva
Low-intensity Millimeter Waves in Biology and Medicine