Daten und Hypothesen zum Vitalfeld

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Elektrische Felder während Zellteilung und Embryogenese

Experimente an Embryos von Hühner und Amphibien haben gezeigt, dass während der ganzen Entwicklung an der Oberfläche des Embryos elektrische Felder gemessen werden können, welche eine wesentliche Rolle beim Wachstum zu spielen scheinen. Wenn diese Felder gestört werden, z.B. dadurch, dass man die Amphibienembryos einem externen Feld aussetzt, können Entwicklungsfehler vorkommen. Interessant ist dabei, dass bei diesen Amphibien die Fehler mit einer bestimmten Entwicklungsphase verknüpft sind. Wurde das externe Feld während der Neurulation eingeschaltet, gab es bei der Mehrzahl der Amphibien Entwicklungsfehler. Wenn es während der Gastrulation eingeschalten war, blieben Entwicklungsfehler aus [McCaig 2005].

Spannungsgradienten hängen mit dem Auftreten von elektrischen Strömen zusammen. Bei der Entwicklung von Hühnerembryos können in unterschiedlichen Phasen unterschiedliche Ströme gemessen werden, die an bestimmten Stellen auf den Embryo zufließen oder vom Embryo abfließen. Bei Experimenten, in denen diese Ströme während einer bestimmten Entwicklungsphase teilweise eingeschränkt wurden, zeigten danach über 90% der Embryos schwere Entwicklungsfehler [McCaig 2005].

Die Ergebnisse dieser Experimente legen nahe, dass die Spannungsgradienten, die mit der Entwicklung von Embryos zusammenhängen, eine Art von Blaudruck für die sich entwickelnden räumlichen Strukturen bilden. Während des Wachstums ändert sich der Blaudruck dauernd im Hinblick auf die nächsten Strukturen die an der Reihe sind, entwickelt zu werden.

Diesen variablen elektrischen Blaudruck interpretieren wir als Teil des Vitalfelds.

Eine sehr schöne Illustration der möglichen Existenz eines solchen Blaudrucks wurde jahrelang von Prof. F.A. Popp in seinen Vorträgen bezüglich der Zellteilung gezeigt [Popp 2003]. Die Frage die dabei diskutiert wurde ist: Wie kann es sein, dass die Zellteilung fast oder ganz fehlerfrei verläuft? Wenn alles nach zufälligen, statistischen Prozessen ablaufen würde – wie die klassische Biochemie meint – müssten bei jedem Prozess Fehlerquoten auftreten, die nach statistischen Methoden errechenbar sind. Diese Fehlerquoten wären aber viel höher als die wirklich auftretenden. Nach statistisch errechneten Fehlerquoten hätte es die Menschheit nie gegeben.

In der Prophase der Zellteilung werden die mitotischen Spindel ausgebildet. Sie bestehen aus Mikrotubuli, welche radial von den beiden Zentrosomen, die sich an gegenüberliegenden Seiten des Zellkerns angeordnet haben, ausgehen. Es ist schon schwer vorstellbar, dass so etwas durch und durch organisiertes nach rein zufälligen, statistischen Prozessen ablaufen soll. Eine interessante Möglichkeit, die räumliche Struktur der mitotischen Spindel vorzugeben und damit auch anzusteuern, wurde von Prof. Popp und seinen Mitarbeitern gefunden. Sie berechneten die elektrischen Feldstrukturen, die in der Zelle auftreten können, wenn sie als Hohlraumresonator funktioniert. Es stellt sich heraus, dass bei einer bestimmten Hohlraumschwingung (der TM11-Modus) eine räumliche Struktur entsteht, die mit der der mitotischen Spindel gut zusammenfällt. So liegt die Vermutung nahe, dass elektrische Felder beim Durchlaufen der unterschiedlichen Phasen der Zellteilung eine steuernde Rolle spielen.

Mitotischer Spindel bei der Zellteilung. 

Grafische Darstellung der Struktur des elektrischen Feldes bei der Hohlraumschwingung im TM11-Modus. 


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Referenzen

Bücher

[Becker 1994]
Becker, R.O.
Heilkraft und Gefahren der Elektrizität
Piper, München, 1994

[Bischof 1995]
Bischof M. 
Das Licht in unseren Zellen
Verlag Zweitausendeins, 1995

Artikel

[McCaig 2005]
McCaig et al.
Controlling Cell Behavior Electrically: Current Views and Future Potential
Physiological Reviews 85: 943-978, 2005.

[Popp 2003]
Popp F.-A.
Properties of biophotons and their theoretical implications
Indian Journal of Experimental Biology
Vol. 41, May 2003, pp. 391-402