Daten und Hypothesen zum Vitalfeld

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Schwingende Zellen

Wenn elektrisch geladene Teilchen beschleunigt oder abgebremst werden, senden sie elektromagnetische Strahlung aus. Dies gilt auch für die sich in der Zelle hin und her bewegenden Ionen oder geladenen Teile von Proteinen. Die einzelnen Signale, von sich in der Zelle willkürlich umher bewegenden Teilchen, sind aber äußerst schwach und verursachen insgesamt nur ein elektromagnetisches Hintergrundrauschen, welches erstens fast nicht detektiert werden kann und zweitens anscheinend keine sinnvolle Information vermitteln kann.

Anders wird es, wenn mehrere solcher Teilchen gleichzeitig gemeinsame Bewegungen durchführen, vor allem wenn es sich um länger andauernde Schwingungen mit konstanter Frequenz handelt. Die abgestrahlten elektromagnetischen Signale addieren sich in dem Fall zu einem stärkeren Signal mit der gleichen Frequenz, wodurch sie leichter detektierbar werden. Auch die mechanische Schwingung wird natürlich umso kräftiger, je mehr Teilchen daran beteiligt sind.

Mechanische Schwingungen der Zellwand können heute mit ganz feinen mikroskopischen Methoden nachgewiesen werden. In einer Arbeit von Pelling et al. [Pelling 2004] wurde an normal funktionierenden Hefezellen gemessen. Sie konnten eine ausgeprägte permanente Schwingung der Zellwand feststellen, mit einer temperaturabhängigen Frequenz von 0,873 kHz bei 22°C bis 1,634 kHz bei 30°C. Die Amplitude der Schwingung betrug etwa 3 nm, das ist weniger als die Dicke der Zellwand.

 

Mechanische Schwingungen der Zellwand einer Hefezelle, gemessen durch Pelling et al. Links die direkte Aufnahme der Schwingung, rechts eine Frequenzanalyse mit einem ausgeprägtem Peak bei 1,634 kHz.

Dies zeigt, wie ungeheuer genau heute solche Schwingungen gemessen werden können.

Die Autoren schlussfolgern: "Die mit der Schwingung einhergehenden Kräfte legen nahe, dass daran die gemeinsame Aktion von molekularen Motorproteinen zugrunde liegt. Die Bewegung könnte Teil eines Kommunikationswegs sein oder zu einem Pumpmechanismus gehören, wodurch Chemikalien durch die Zellwand getrieben werden. Mit unseren Experimenten wurde ein neuer Aspekt der Hefezellen Biologie entdeckt: die dynamische nanomechanische Aktivität der Zellwand."

Eine Prager Forschungsgruppe hat es geschafft, bei einer Kultur ähnlicher Hefezellen, sowohl die mechanischen Schwingungen als auch die abgestrahlten elektromagnetischen Schwingungen zu messen. Dies ist sehr schwierig, weil die elektromagnetische Abstrahlung äußerst schwach ist. Trotzdem konnte bestätigt werden, dass das abgestrahlte Spektrum einen Peak bei 0,8 kHz hatte, genau bei der Frequenz der mechanischen Schwingung. [Pokorny 2008, Cifra 2009]

Forscher sind deshalb an solchen Schwingungen interessiert, weil damit kooperative Phänomene in der Zelle nachgewiesen werden können. Das alte Bild der Zelle, als ein Sack mit Wasser, in dem Ionen, Proteine usw. durch willkürliche Diffusion (Wärmebewegung) hin und her wandern und sich nur zufällig begegnen, verschiebt sich durch solche Forschungen immer mehr Richtung eines Bildes der Zelle, in der eine große Zahl zielgerichteter und koordinierter Aktionen stattfindet. Die Frage bleibt, wodurch die Aktionen denn koordiniert werden. Wir meinen, dass dies sehr gut das Vitalfeld sein könnte.


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Referenzen

Artikel

[Pelling 2004]
Pelling et al.
Local nanomechanical motion of the cell wall of Saccharomyces cerevisiae
Science, Vol. 350, p 1147-1150, 2004

[Pokorny 2008]
Pokorny et al.
Biophysical aspects of cancer – electromagnetic mechanism
Indian Journal of Experimental Biology, Vol. 46, p 310-321, 2008

[Cifra 2009] Cifra, M.
Study of electromagnetic oscillations of yeast cells in kHz and GHz region 
Doktorarbeit Universität Prag, 2009